WhatsApp bald nur noch ab 16 – das müssen Eltern wissen

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WhatsApp bald nur noch ab 16. Das müssen Sie als Nutzer wissen

Einige Nutzer von Whatsapp dürften demnächst wohl ein langes Gesicht ziehen, denn dann ist Whatsapp bald nur noch ab 16 Jahren erlaubt. Die Nutzung von WhatsApp soll laut Entwickler und der EU-Datenschutzverordung wohl bald erst ab 16 Jahre erlaubt sein. Am 25. Mai tritt die Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Dann dürfen Online-Dienste EU-weit nur noch mit Daten von über 16-Jährigen arbeiten. Da stellt sich die Frage wie die Whatsapp Entwickler diese neue Regelung für U16 Jährige umsetzen will.





Mindestalter könnte im App-Store festgelegt werden

Ende Mai soll damit Schluss sein. Dann gelten 16 Jahre als Mindestalter für die Nutzung von Whatsapp. Wie das umgesetzt werden könnte, erklärt Medienrechtler Jonas Kahl: „Technisch könnte das Alter im App-Store einmal festlegt werden. Alle Apps, die erst ab 16 sind, sind dann für jüngere Nutzer automatisch gesperrt. Möglich wäre auch, dass einfach abgefragt wird: Sind Sie mindestens 16 Jahre alt?“ Wobei wenn man ehrlich ist, bei beiden Möglichkeiten leicht geschummelt werden kann.

WhatsApp bald nur noch ab 16 - das müssen Eltern wissenJüngere Nutzer brauchen das Einverständnis der Eltern. Das zu überprüfen wäre jedoch ein enormer Aufwand, meint Kahl. Er rechnet damit, dass Whatsapp die Grenze auf 16 Jahre festlegen wird, um das umgehen zu können. Aus dem gleichen Grund wäre auch ein Identverfahren bei der Anmeldung unwahrscheinlich. Mit der Abfrage des Alters, dürfe der Dienst sich bereits darauf verlassen, dass die Angaben stimmen.

Eltern haften unter Umständen für Messages

In Deutschland muss mit Inkrafttreten der EU-Datenschutzgrundverordnung die Bundesdatenschutzbehörde das Alter der Nutzer kontrollieren. Bei Verstoß könnten Bußgelder folgen. Das wird am ehesten über Hinweise von Nutzern oder Eltern möglich sein. Bei einer Rechtsverletzung haftet der Account-Inhaber. Voraussetzung ist, dass das Kind über sieben Jahre alt ist.

Ist der Account über die Eltern angemeldet, würden sie haften, wenn sie nicht erklären, dass ihr Kind auch Zugriff auf den Dienst hat. Dann aber zählt das Argument nicht, sie hätten nicht gewusst, was ihr Kind schreibt oder verschickt. In diesem Fall könnte eine Strafe wegen Verletzung der Aufsichtspflicht folgen.

Überblicks-Schulung

Einen Überblick – und eine Kostprobe der Qualität anderer Schulungen – liefert die Aufzeichnung des Überblicks-Webinars vom 19.04.2017 – verfügbar bei YouTube (bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung!) Natürlich kann in einer Stunde die Materie nicht umfassend behandelt werden. Weitere Infos hier